Definitionen von Psychose

Dieses Internet-Forum heißt "Strikemind". Sein Thema:
Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis und Umgang und Leben mit der Erkrankung
Sechs Texte in diesem Unterforum sollen ins Thema einführen:
  1. Definitionen von Psychose
  2. Der schizophrene Formenkreis
  3. Phasenverlauf einer Psychose
  4. Psychotiker auf der Akut-Station
  5. Medikamente
  6. Wiedererlangungs-Strategien A
  7. Wiedererlangungs-Strategien B

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Deep_Digger_473
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Definitionen von Psychose

Beitrag von Deep_Digger_473 » Fr 26. Feb 2016, 23:30

Definitionen des Begriffs „Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis“

Wikipedia
Als Psychose bezeichnet man eine schwere psychische Störung, die mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezuges einhergeht. Der Begriff wurde 1845 von Ernst von Feuchtersleben erstmals verwendet. Das Wort Psychose kam ins Deutsche nach Art französischer Fachwörter vom griechischen psýchosis, ursprünglich „Beseeltheit“, von psyché, „Seele“, „Geist“ und Endung -osis, „[krankhafter] Zustand“. Die synonyme Verwendung mit Schizophrenie oder der schizophrenen Störung ist streng genommen nicht richtig. Psychose als Überbegriff umfasst auch die organischen und die affektiven Psychosen ebenso wie einzelne psychotische Episoden, die nicht chronifizieren. Im allgemeinen Sprachgebrauch steht das Wort Schizophrenie also für eine chronische Form der psychotischen Störung mit starker sozialer Beeinträchtigung, wobei Ursache und Wirkung aufgrund der vielfältigen Ausprägung der Krankheit nicht klar zu differenzieren sind.
entnommen aus: Wikipedia, die freie [Internet-]Enzyklopädie, Darstellung vom 2. Dezember 2013

Gesundheitsberichterstattung des Bundes
Psychosen sind ein Sammelbegriff für schwere psychische Erkrankungen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass es zu gravierenden Störungen im Bezug zur Umwelt kommt. Zu den Symptomen zählen Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Ich-Störungen, Angstzustände, Depression und Manie. Oft fehlt dem Betroffenen die Einsicht in seinen krankhaften Zustand. Als exogene, symptomatische oder organische Psychose werden die Formen bezeichnet, die durch nachvollziehbare körperliche Schäden wie z.B. Tumore, Infektionen, Verletzungen, Stoffwechselstörungen, Alkohol- oder Drogenmissbrauch hervorgerufen werden. Eine endogene oder funktionelle Psychose ist durch keine organische Schädigung begründbar. Hierzu gehören als häufigste Form die Schizophrenie und die manisch-depressive Erkrankung. Eine psychogene oder reaktive Psychose kann auf traumatische Erlebnisse zurückgeführt werden. Wenn möglich, wird die organische Grunderkrankung behandelt, im Übrigen erfolgt die Therapie durch Medikamente und Psychotherapie mit nachfolgenden Rehabilitationsmaßnahmen. Von den Psychosen sind die Neurosen, geistige Behinderungen und Abhängigkeiten zu unterscheiden.
entnommen aus: Gesundheitsberichterstattung des Bundes (http://www.gbe-bund.de), Darstellung vom 2. Dezember 2013

DUDEN
Psychose. Seelische Störung; Geistes- oder Nervenkrankheit.
entnommen aus: DUDEN Fremdwörterbuch. Mannheim: Dudenverlag 1990 (= DUDEN Band 5)

Buch – Josef Bäuml: Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis
Was versteht man unter einer „Psychose“? Der Begriff „Psychose“ wurde im 19. Jahrhundert geprägt und leitet sich von dem Wort „psychisch“, d.h. „mit der Seele zusammenhängend“, also seelisch, ab. Damit werden sehr schwere psychische Erkrankungen zusammengefasst, die nicht aus eigener Kraft alleine bewältigt werden können; ärztlich-therapeutische Hilfe ist hierzu unbedingt erforderlich. Charakteristischerweise sind hierbei der Bezug zur Wirklichkeit, die Einsichtsfähigkeit sowie die Fähigkeit, mit den üblichen Lebensanforderungen zurechtzukommen, erheblich gestört. Das Denken, Wollen, Fühlen und Handeln sind sehr eigenartig verändert, sodass viele Patienten hinterher ganz fassungslos sind und sich fragen, ob das alles nicht ein böser Traum gewesen sei.
entnommen aus: Josef Bäuml: Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis. 2. Aufl. Heidelberg: Springer Medizin Verlag 2008. Seite 2

Broschüre – Die Behandlung von Psychosen mit Neuroleptika
Bei einer Psychose handelt es sich um eine Störung, die charakteristische Veränderungen des Denkens, Fühlens und der Beziehung zum Umfeld zur Folge hat.
entnommen aus: Die Behandlung von Psychosen mit Neuroleptika. Wedel: AstraZeneca (geschätzt: 2012)

Broschüre – Psychose: Die Krankheit verstehen lernen
Der Arzt hat bei Ihnen eine Psychose festgestellt. Diese Krankheit ist der Grund dafür, dass viele Dinge in Ihrem Leben anders sind, als früher. Es mag schwieriger für Sie sein, sich auf Ihre Arbeit zu konzentrieren. Möglicherweise macht es Sie unruhig und nervös, wenn sie unter Menschen sind. Es kann sein, dass Sie rascher müde werden. Oder dass Sie Stimmen und Bilder wahrnehmen, die für Sie in Wirklichkeit existieren – die jedoch andere Menschen nicht erkennen. Es ist verständlich, dass Sie durch die Vorgänge verunsichert sind. Möglicherweise möchten Sie sich daher häufiger als früher von anderen Menschen zurückziehen. Unter Umständen haben Sie auch das unbestimmte Gefühl, bedroht zu werden. Diese Broschüre soll Ihnen helfen zu verstehen, warum Sie diese Gefühle und Eindrücke haben. Und sie will Ihnen auch vermitteln, wie Sie mit medizinischer Hilfe die Symptome überwinden oder zumindest abmildern können. Viele Ihrer Empfindungen und Eindrücke sind Symptome der Krankheit Schizophrenie. Ursache ist, dass die Art, wie Ihr Gehirn Informationen aufnimmt und verarbeitet, beeinträchtigt ist. Die Krankheit ist dabei sehr vielfältig. Bei vielen Menschen treten die Symptome einmalig in Ihrem Leben auf, bei anderen sind sie zwar nicht heilbar, doch lassen sie sich oft gut kontrollieren.
entnommen aus: Psychose: Die Krankheit verstehen lernen. Bad Homburg: Lilly Deutschland GmbH (geschätzt: 2012)

Broschüre – Zurück ins Leben. Zurück nach Hause, gesund bleiben und Ziele verwirklichen!
Was ist eine Psychose? Psychosen sind psychische Erkrankungen, bei denen hauptsächlich psychotische Symptome auftreten und deren Ausgestaltung, abhängig vom Lebenskontext des Betroffenen, verschiedene Formen annehmen kann. Psychotische Symptome sind zum Beispiel akustische oder optische Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Veränderungen des Denkens. Erkrankte Menschen haben häufig Mühe, zwischen Wirklichkeit und der eigenen subjektiven Wahrnehmung zu unterscheiden. Betroffene hören zum Beispiel Stimmen, fühlen sich unrealistisch bedroht, verfolgt oder kontrolliert, stellen unrealistische Zusammenhänge zwischen Erlebnissen und ihrer Person her, denken, dass sie die Gedanken anderer Menschen „lesen“ können oder berichten, dass ihre Gedanken nicht mehr so strukturiert und geordnet sind, wie sie es von sich kennen. Häufig verändert sich auch ihr Verhalten, sie sind nicht mehr so leistungsfähig wie früher und ziehen sich von ihren Freunden und ihrer Familie zurück.
entnommen aus: PD Dr. med. Martin Lambert (Hg.), Dr. med. Dürten Kammerahl: (Für Menschen mit Psychose) Zurück ins Leben. Zurück nach Hause, gesund bleiben und Ziele verwirklichen! Hamburg-Eppendorf, Neuss: Janssen-Cilag GmbH 2008
"Auch wir haben gelebt, geliebt und gelacht." Shutter Island (2010), Regie: Martin Scorsese
"Du bist der Grund, weshalb ich bin." A Beautiful Mind (2001), Regie: Ron Howard
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